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Gemeinsam erinnern: Gedenkveranstaltung für Frida Hartmann und die Opfer der NS-Euthanasie

Im Rahmen einer bewegenden Gedenkveranstaltung am Lichtenstern-Gymnasium in Sachsenheim wurde an das Schicksal von Frida Hartmann und die zahlreichen Opfer der nationalsozialistischen „Aktion T4“ erinnert. Die Veranstaltung wurde von der Schülerin Louisa Glemser organisiert und brachte Schülerinnen und Schüler, Angehörige, Zeitzeugenfamilien sowie interessierte Bürger*innen zusammen.

Frida Hartmann wurde 1916 in Kleinsachsenheim geboren und 1940 im Rahmen der sogenannten „Aktion T4“ in Grafeneck ermordet. Ihr Schicksal steht stellvertretend für Tausende Menschen mit Behinderung, die während der NS-Zeit verfolgt und getötet wurden.

Unser Verein unterstützte die Veranstaltung auf besondere Weise. Unser inklusives Projekt EINFACH SINGEN gestaltete gemeinsam mit dem Vokalensemble des Lichtenstern-Gymnasiums die musikalische Umrahmung und setzte mit seinen Liedern ein Zeichen für Menschlichkeit, Vielfalt und Zusammenhalt.

Als dauerhaftes Symbol der Erinnerung stiftete unser Verein zudem einen Korbiniansapfelbaum, der im Schulgarten des Lichtenstern-Gymnasiums gepflanzt wurde. Die Apfelsorte geht auf den Priester und NS-Gegner Korbinian Aigner zurück, der während seiner Haft im Konzentrationslager Dachau neue Apfelsorten züchtete.

Wir freuen uns, dass wir mit Musik und unserer Baumspende einen kleinen Beitrag zu dieser wichtigen Veranstaltung leisten konnten. Denn Erinnerung lebt davon, dass Menschen hinschauen, zuhören und miteinander ins Gespräch kommen.

Vielen Dank an Louisa Glemser, das Lichtenstern-Gymnasium und alle Beteiligten, die dieses besondere Gedenken möglich gemacht haben.